
WordPress ist eine ausgereifte, gut dokumentierte Blogsoftware. Seit 2003 wurde sie millionenfach heruntergeladen und ist bei mehreren hunderttausend selbst gehosteten Blogs im Einsatz. Damit dürfte WordPress “Marktführer” bei den Open Source Blogs sein – und das mit gutem Grund.
Die aktuelle WordPress-Version 2.3 stammt vom September 2007. Ihre Neuheiten befinden sich vor allem “unter der Motorhaube”, sprich im Bereich Datenbankstruktur. Aus Benutzersicht entscheidender war da sicherlich die Sidebar-Lösung aus Version 2.2: In den Seitenspalten des Blogs lassen sich Funktionen (Tipps, Linklisten, Bildvorschauen) ganz einfach mit der Maus hinzufügen und anordnen – versuchen Sie das einmal mit einem HTML-Editor beim Entwurf einer “normalen” Homepage!
Die entscheidenden WordPress-Vorteile
- Die Einbindung statischer Seiten – also ohne Blogeinträge – ist vorbildlich einfach gelöst. Benutzer können beliebige Startseiten festlegen.
- Selbst Webneulinge begreifen schnell, wie man Einträge schreibt sowie Sicherheits- und Veröffentlichungseinstellungen festlegt.
- Durch eigene Kategorien und Unterkategorien lassen sich Beiträge nicht nur nach Datum, sondern nach Themengruppen sortieren.
- Das Backend (wo der Blogautor arbeitet) ist übersichtlich, mit mühelos zu lesenden Schriften und Formularfeldern.
Für das Frontend (das der Leser sieht) existieren tausende von Designs – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. - Das Anpassen und Umschalten der Optik sind gut gelöst.
- WordPress erzeugt standardkonforme Seiten. Die Entwickler haben großen Wert auf Suchmaschinen-Freundlichkeit gelegt.
- WordPress ist Open Source-Software, also ohne Lizenzgebühren nutzbar. Eine große, aktive Nutzergemeinschaft kümmert sich um Support und Weiterentwicklung.
Nicht zu verschweigen: Mögliche Nachteile
- WordPress ist eine serverbasierte Software: Alle Änderungen und Ergänzungen erfolgen via Internet und online. Damit können Sie zwar per Browser von jedem beliebigen Rechner aus auf Ihr Blog zugreifen, aber es entstehen immer auch Verbindungsgebühren.
- WordPress fehlt die allerletzte Flexibilität. Wer auch an kleinsten Schräubchen drehen möchte, muss PHP-Wissen mitbringen und gerne im Quelltext arbeiten. Erst dann lassen sich auch ungewöhnlichere Zusatzfunktionen einbinden oder Seitenvorlagen maßschneidern.
- Mit einer Installation von WordPress können Sie genau einen Blog betreiben. Möchten Sie eine gemeinsame Verwaltungsoberfläche für mehrere Projekte, ist das Tool nicht geeignet. Verwenden Sie dann das neue WordPress MU.
- WordPress-Seiten werden immer dynamisch generiert, also auf Besucheranforderung erzeugt. Das spart Speicherplatz auf dem Ser-ver, kann aber bei trafficstarken Blogs mit vielen Seitenaufrufen ein Nachteil sein und den Datenbankserver in die Knie zwingen.
- Der neue Update-Mechanismus, bei dem die Software ihre Versionsnummer und verwendete Plugins ins Internet an wordpress.org übermittelt, stößt sicherheitsbewussten Nutzern sauer auf.